Tag-Archive for » Jahreszeit «

Nun ist es wieder soweit, die dunkle und nasse Jahreszeit steht an.

Bei uns ist die alte Kastanie wieder langsam leerer. Die Miniermotten setzen den armen Bäumen kräftig zu, so dass man Mühe hat, sie am Leben zu erhalten. Die chinesischen Viecher fressen einfach das Leben aus den Blättern.

Jedes jahr müssen wir also ran, um das gute Stück etwas zu schützen.

Das gesamte Laub muss weg und vernichtet werden. Die Larven der Miniermotte sind selbst durch Untergraben nicht abzutöten. Da hilft nur die BSR mit den großen Wagen, die das Laub dann in den Heizwerken zu wohliger Wärme verarbeiten und der Motte so richtig einheizen, wie sie es verdient.

Zuerst muss man aber mal in den Baumarkt und das richtige Werkzeug holen. Inzwischen haben wir schon fast alles, was man braucht: den großen Laubsauger, die Kratzer und Aufnehmer- sogar zwei große Schubkarren kommen zum Einsatz. Bald werden wir dafür einen Schuppen bauen.

Am Samstag geht es los: wir meinen es ernst, alle fassen mit an und wir bringen das Laub zur Sammelstelle. Mit zwei solchen Einsätzen kommen wir durch´s Jahr.

Und nach anfänglichen Rückschlägen merken wir heute nach vier Jahren, dass es sich lohnt. Die Kastanien halten länger das Laub und die Miniermotte vermehrt sich nicht mehr so wie früher.

Also auch im nächsten Jahr alles grün!

Eigentlich ratzt der piekige Geselle um diese Jahreszeit schon gehörig unterm Laubdach und träumt vom nächsten Sommer. Alle paar Tage wacht er dann auf, geht kurz auf´s Klo, trinkt einen Schluck und haut sich furzend wieder auf das Stachelohr. Kann man alles mithören oder nachlesen.

Soweit jedenfalls die Theorie.

Bei uns ist es in diesem Jahr ganz anders. Unsere stachelige Flohkiste im Garten rennt noch immer Nacht für Nacht durch die Gegend und kackt mit Vorliebe auf unsere Terrasse.

Entweder wurde unserem Borstel auch so ein iPhone angedreht und nun kann er folglich keine Kalender mehr synchronisieren. Kenn ich!

Oder er hat möglicherweise noch nicht genug Speck angefressen, weil in diesem verregneten Sommer einfach nicht genug zu finden war.

Kenn ich nicht- dann hab ich nach Ansicht meiner Wampe seins also auch gefuttert! Wie gemein!

Zeit also, die Sache zu beenden und ihm ein wenig zu helfen. Gestern bin ich mal Abends mit einem Schälchen Katzenfutter rausgegangen. Das ist am besten für Igel und ich hab es ihm darum auf die Terrasse gestellt.

Morgens war es weggeputzt und unser Hund hat die Spur bis zum Bretterstapel hinter der  Garage verfolgt: Da wohnt man also über´n Winter.

Na gut zu wissen, dann kommt er gut durch die kalte Jahreszeit und sieht hin und wieder mal etwas Frisches von uns.

Also schlaf gut, alter Freund, wir brauchen Dich bald wieder als Jäger der gemeinen Gartenschnecke.