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Also ich fand das ganz und gar nicht schlimm. Eher heilsam. Hoffentlich

Da spielen die eine Stunde lang wie die Götter, viele denken schon an das Endspiel in Brasilien.

Die Spieler sind scheinbar die Sonne auf Erden und steigen in der Wertschätzung immer höher.

Dann fängt der Wagen urplötzlich Feuer und stürzt letztlich fast ab.

Das gabs doch schon mal. Wo hab ich sowas schon mal gelesen?

Bei den Göttern, das muss lange her sein.

Aber so alt sind die Klassiker nun doch nicht, als dass sowas heute nicht mehr passieren kann.

Vielleicht sind es darum eben die Klassiker?

Wenn man sich die inzwischen rasant gestiegenen Preise in den Läden anschaut, kommt man unwillkürlich zu der Meinung, dass man

a) verscheidene Dinge eigentlich gar nicht benötigt und

b) andere wiederum ganz gut selbst produzieren könnte.

Das hat bei b) zumindest den Vorteil, dass nicht jede Menge “E`s” sowie Herbizide, Biozide und was weiß ich denn noch, darin rumschwimmen. Dinge, von denen ich zumindest schnell Pickel und meine Kinder Juckreiz bekommen.

Also gesagt, getan: im letzten Jahr fing ich an, die Unmengen Brombeeren zu sammeln und kochte leckere Konfitüren.

Ganz nach Geschmack mit Ingwer, Zimt und gelegentlich einem Schluck Alkohol für die Brotaufstriche der Erwachsenen.

Bei den Variationen der Kids hatte ich zuvor alle Kerne und größeren Fruchtstücke gesiebt und so ein ganz gescmeidiges, kleberiges Früchtchen ins Glas gekleckert. Ging so.

Wurde sogar nach kurzer Zeit als “Lieblingsmarmelade” tituliert. Was will man da noch mehr?

In diesem Jahr sind es Äpfel, die es bei uns in Schwemme gibt.

Na bitte, kommen eben die ins Glas. Als Gelee, vorzugsweise.

Eigenes Obst schmeckt auch im Winter noch immer am Besten!

Nun ist es wieder soweit, die dunkle und nasse Jahreszeit steht an.

Bei uns ist die alte Kastanie wieder langsam leerer. Die Miniermotten setzen den armen Bäumen kräftig zu, so dass man Mühe hat, sie am Leben zu erhalten. Die chinesischen Viecher fressen einfach das Leben aus den Blättern.

Jedes jahr müssen wir also ran, um das gute Stück etwas zu schützen.

Das gesamte Laub muss weg und vernichtet werden. Die Larven der Miniermotte sind selbst durch Untergraben nicht abzutöten. Da hilft nur die BSR mit den großen Wagen, die das Laub dann in den Heizwerken zu wohliger Wärme verarbeiten und der Motte so richtig einheizen, wie sie es verdient.

Zuerst muss man aber mal in den Baumarkt und das richtige Werkzeug holen. Inzwischen haben wir schon fast alles, was man braucht: den großen Laubsauger, die Kratzer und Aufnehmer- sogar zwei große Schubkarren kommen zum Einsatz. Bald werden wir dafür einen Schuppen bauen.

Am Samstag geht es los: wir meinen es ernst, alle fassen mit an und wir bringen das Laub zur Sammelstelle. Mit zwei solchen Einsätzen kommen wir durch´s Jahr.

Und nach anfänglichen Rückschlägen merken wir heute nach vier Jahren, dass es sich lohnt. Die Kastanien halten länger das Laub und die Miniermotte vermehrt sich nicht mehr so wie früher.

Also auch im nächsten Jahr alles grün!