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Heute fand zur Grünen Woche in Berlin die unvermeidliche Demo statt.

Unvermeidlich vor allem deswegen, weil es längst Zeit wird, den industriellen Zuständen in der Lebensmittelbranche einige Schranken  zu weisen und Schienen für den Richtungswechsel an zu legen.

Rund 23.000 Menschen waren dort und haben eine Umkehr des momentanen Lebensmittel- Irrweges gefordert. Schade, dass es nicht noch mehr waren- doch auch toll, dass bei 4°C und ziemlich unangenehmem Schneeregen so viele Leute ausharrten.

Seit einiger Zeit bemühen wir uns in der Familie schon ganz intensiv, nicht so viel Fleisch zu essen und insgesamt mehr auf gesundes Essen zu achten.

Nicht nur, dass es die Pfunde etwas purzeln läßt, man fühlt sich ohne dauernden Wurstzwang auch deutlich wohler.

Ach ja und nochh was: man spart eine Menge Geld.

Also weiter so und ich hoffe, dass noch ein paar Leute mehr auf den Trichter kommen.

Natürlich haben die Menschen mein ganzes Mitgefühl.

Sie dachten, sie seien in einem Urlaub und könnten sich erholen.

Und dann passiert sowas.

Einfach so, vielleicht aus einer nicht überall unbekannten italienischer Laxheit heraus.

Und nun:    Trauer, soweit das Auge reicht, um die vermissten und getöteten Menschen.

Aber auch die Reederei hatte sich das sicher ganz anders vorgestellt.

Nachdem auch Amerikaner zu Schaden kamen und die Reederei also eine Niederlassung in den USA haben dürfte, ist sie nicht zu beneiden.

Im Allgemeinen machen amerikanische Anwälte innerhalb von drei Jahren aus dem stolzen Unternehmen eine COSTA CONCURSA.

Aber die Krönung der christlichen Seefahrt ist wohl der fesche Signore “Die Insel hat gar nicht auf den Karten gestanden” von der Brücke.

Wie günstig, dass der Comandante Francesco trockenen Fußes auf´s Festland kam und von dort in Ruhe beobachten konnte, wie alles ablief.

Gestört haben werden ihn höchstens ein paar aufgeregte Hafenangestellte, die ihm schrill in den Ohren lagen, sofort auf das Schiff zurück zu gehen. Die hörten auch nicht auf ,ihm zu dauernd zu sagen er sei der Kapitän. Als ob er deswegen auf den alten Seelenverkäufer müßte…

Er ist die fleischgewordene Schande der Seefahrt!

Ein so grober Verstoß gegen das internationale Seerecht, wie es ihn seit Menschengedenken nicht gegeben hat.

Ehrenrührig ist wohl das freundlichste Prädikat dieser Tage. Ein Kapitän, der seine Passagiere im Stich läßt. Diese Bilder wird er nie wieder los, ab heute keine einzige Nacht mehr.

Er soll der ehrbaren, alten Seefahrerfamilie Cafiero entstammen. Nun,das kann man kaum glauben.

Er wird genug Zeit und Gelegenheit haben, um Vergebung zu bitten.

Na klar sind wir dabei. Als meine Frau damals sagte hatte, dass wir einen billigen Gasversorger suchen, durfte ich mich sofort daran machen. Fand ich also Teldafax und ich denke diese Betrügergang hat sich das ganz hübsch ausgedacht.

Hoffentlich gelingt es, den Aasgeiern aus Vorstand und Aufsichtsrat etwas nachzuweisen und sie in den Knast zu stecken. Die Volksseele ist sich sicher, dass es damit keinen Falschen trifft.

Das haben wir aber nun auch davon!

Es wabert ja zur Zeit durch die Presse, dass mehrere Hunderttausend Kunden nun noch einmal abgezockt werden.

Natürlich völlig legal, wie der Insolvenzverwalter versichert. Schließlich könne er ja wirklich nichts dafür, dass die eine Firma Teldafax einen Vertrag mit den Menschen macht und auch liefert und aber eine andere Firma Teldafax das Geld einzieht.

Dass die nichts miteinander zu tun haben versteht sich hinterher von selbst…

Nun hat man als Kunde bei der einen Pleitefirma ein Guthaben, das nichts wert ist und von der anderen Pleitefirma flattert eine fette  Zahlungsaufforderung ins Haus. Locker mal schnell fast zweitausend Euro.

Aber wartet Leute, die Latte häng´ ich hoch! Da müsst ihr aber tief in die Archive steigen um all das Zeug rauszusuchen, das ich von Euch verlange:

- erst mal grundsätzlich den originalen Vertrag, denn ich bestreite, überhaupt einen gehabt zu haben

-         dann weist mir mal eine ordentliche Schlussabrechnung zu

-         danach weist mir den ordnungsgemäßen Forderungsübergang von einer Teldafax- Firma zur anderen nach und dass Ihr mich davon in Kenntnis gesetzt habt

-         dann müsst ihr mich auch noch hübsch ordentlich verklagen und den ganzen Packen einem Richter erklären; wenn ihr das macht und obsiegt, dann habt ihr vielleicht Anspruch auf die Kohle

-         das heißt aber noch immer nicht, dass ihr sie bekommt

Irgendwas fällt mir bestimmt noch ein!

Die Kölschen Wurstkempen vom LKA lösten auch schon andere Fälle, zu denen sie gerufen wurden.

Wer, bitteschön, teilt denen denn solche Drehbücher zu?

Wer in einem Alter diesseits der 100 Jahre fällt solche Entscheidungen?

Ganz, ganz traurig, dass so was auf Steuerzahlerkosten gedreht und in der Reihe TATORT gezeigt wird. Sonntags Abend, vor einem erwartungsvollen Millionenpublikum. Grenzt fast an Körperverletzung.

Haben denn die Leute vom WDR keine anständigen Drehbuchautoren mehr?

So was dröges, vorhersehbares und schlecht inszeniertes könnten höchstens nur Volks-TV-verbrämte  Berufskritiker mit der Entlohnung der ARD halbwegs erträglich finden.

Dann macht doch lieber Klamauk daraus, als so ein erbärmliches Werk abzuliefern!

Lieber WDR, könnt ihr nicht noch mal eine Folge vom alten Derrik wiederholen, da war es so ähnlich schmalzig und geradlinig. Die Widerwärtigkeit des erhobenen Zeigefingers für den Sonntagabend- Durchschnittsmichel ist fast nicht auszuhalten.

Ich muss ernsthaft fragen, ob ihr es ernst meint. Tut das bitte auch!

Heute ist Daniel Craig in Berlin.

Life- und wie gut unterrichtete Quellen verlauten lassen- überhaupt nicht zum Anfassen.

Warum sollte er auch.

Der Mann tut einem schon etwas leid. Früher, als er noch kein James Bond war, kannte ihn hier kein Mensch.

Schon eher seine Frau.

Aber heute reißt mich meine Frau vom Sofa und rennt los, denn Daniel Craig ist in Berlin.

Die Meinungen und Geschmäcker gehen ja auseinander, was ihn als Darsteller des James Bond 007 betrifft.

Aber ich bin ganz fest der Meinung: niemand -außer der geadelte Sir Sean Connery- wirkt auch nur halb so echt. Und der alte Schotte hat schließlich den “Bondadel” erfunden.

Aber Daniel Craig ist wohl der Glaubwürdigste von Allen. Selbst das Fehlen der Attitüden nimmt man ihm ab, denn er lässt es erleben.

Er ist wohl der coolste und ehrlichste hart arbeitende Spion, der jemals für Ian Flemming arbeitete.

Und das ist wohl schon mal einen wilden Ausritt in Berlin wert!

Jetzt twittern sie er sitzt im Borchards, das muss ja wohl nicht sein- lasst ihn in Ruhe essen!

Ihn selbst dabei zu stören- meinen die das ernst?

(was sagt wohl die Kanzlerine, wenn sie ihn in der Promikantine zum Abendbrot trifft?)

Freunde der Höhlenmalerei!

Bei uns ist es wieder mal soweit und wir wollen unsere Hütte renovieren.

So langsam nagt sich der Zahn der Zeit in die Tapeten und stückchenweise bröseln die Späne von der Raufaser. Höchste Zeit also, wieder mal etwas für das Auge zu tun.

Erst mal flugs in den Farbberatungsteil des Baumarkts und dort kräftig Informationen absaugen.

Welche Farbtöne passen zusammen und worauf sollte man verzichten. Gibt es noch mehr als Farbe –und wenn nein, welche nehmen?

Man hat die Qual der Wahl unter hunderten Dekoteile, Putz für innen, Felssteine zum Ankleben.

Alles ist ja heutzutage möglich. Das meiste kann man sogar selbst realisieren. Und wenn nicht findet sich ein Forum oder ein Versteigerungsportal, wo man die Handwerksarbeiten anbieten kann.

Aber wir wollen es selbst auf die Beine stellen.

Ist erstens schließlich nicht so schwer und man kann dabei zweitens eine Menge Geld sparen, das man wiederum viel besser anlegen kann.

Zum Beispiel in einen hübschen Urlaub.

Wie sagte Wilhelm Busch:

“Wie schön ist´s doch im Reisekittel,

vorausgesetzt, man hat die Mittel”!

Mal sehen wohin die Reise denn geht, wenn mal ein Groschen mehr da ist.

Oder auch in Werkzeug kann man jede Menge investieren, das braucht man immer mal – und das kann ja auch mal etwas besser sein. Vielleicht hält es dann länger.

Genau das haben wir so gemacht. Ich brauchte ohnehin wieder etwas Neues.

Darum sind wir gleich in der Werkzeugabteilung hängen geblieben. Eine Bohrmaschine mit Rühraufsatz wollte ich sowieso holen und ein Tapeziertisch war gleich im Angebot- so kam der auch mit. Viel mehr hab ich dann nicht geholt, denn es waren Hunderte Geräte in den Regalen, die kaum ein Mensch braucht. Und da frag ich mich schon, ob die das ernst meinen.

Aber egal, man muss ja nicht alles kaufen, was man sieht.

Am Wochenende geht´s dann los. Drückt die Daumen!

Kann man denn jetzt schon anfangen seine Steuererklärung für 2011 zu machen?

Egal, ich muss, ich brauch einfach die Kohle.

Also her damit! Der Januar ist irgendwie geldtechnisch ein Brutalmonat.

Keine Ahnung, aber wenn ich auf meine Budgets schaue, mache ich mir wirklich langsam Gedanken.

Gas und Strom sind jetzt wieder fett teurer gewoden. Da muss ich diret mal schauen, ob es das nicht auch billiger gibt. Die Steckdose bleibt ja die selbe.

Was ich im letzten Jahr allein an Benzin verfahren habe um zur Arbeit zu kommen, das geht auf keine Kuhhaut. Ja, heute kam dann die Bestätigung.

In der Zeitung las ich, dass der Benzinpreis im vergangenen Jahr so hoch war wie noch nie zuvor. Komisch, irgendwie hab ich jedes Jahr dieses Gefühl, nur im letzten viel, viel stärker.

Ich hoffe derweil weiter auf den milden Winter und einen langsam wieder zur Besinnung kommenden Benzinpreis. Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

An meiner Lieblingstanke habe ich früher gern mal ´nen Kaffee mitgenommen und irgendwas zu knabbern. Das mach ich jetzt nicht mehr.

Aber wenn tatsächlich mal ein wenig symbolische Kohle vom Finanzamt anrollen sollte, dann klappt auch das wieder.

Und wenn ich auch das nur symbolisch einmal wieder mache.

Was gibt es nicht alles an wunderbaren Angeboten: von Molkeeiweiss zum Muskelaufbau und zur Entschlackung über Tees zur Unterstützung des Abnehmprozesses bis hin zu den Gemüse- und Obst-Diäten.

Alles Waffen im Kampf gegen den Festtagsspeck.

Es heißt die Waffen- dürfte also vor allem aus der Historie schon vorwiegend sehr weiblich sein.

Und dann noch die Lockangebote der Fitness-Studios, die Tage der offenen Tür und die Dutzenden von Schnupperkursen.

Alle wollen unser Bestes und wir folgen gern- wie die Lemminge.

Aber immer noch besser, als gar nichts zu tun.

Auch wenn man nach den ersten zwei Monaten die Mitgliedskarte der Muckibude in die Ecke wirft und sie erst zur Feststellung, die Kündigungsfrist sei wieder einmal gerade abgelaufen wiederzufinden.

Also egal was man macht, Hauptsache man tut etwas.

Dagegen spricht eigentlich nur die unglaublich leckere Tatsache, dass die Märkte gerade jetzt die übrig gebliebenen, süßen Leckereien zu unglaublich günstigen Preisen anbieten…

Und da frage ich mich wirklich: Meinen die das ernst ?