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Wer heute so wie ich mit einem großen Einkaufszettel ausgestattet in Richtung eines Supermarktes gehen musste, der teilt mein Leid und weiß, wovon hier die Rede ist. Ich war heute in einem sehr großen Kaufland- Markt. Schön, dass man da alles mögliche kaufen kann, die haben echt ein breites Angebot.

Aber: statt dessen der blanke Wahnsinn!

Natürlich haben es alle furchtbar eilig- vielleicht könnte es ja schon nächste Woche nichts mehr einzukaufen geben…

Mit irrwitziger Geschwindigkeit karjohlen die Leute ihre überladenen Wagen um die Ecken, so dass man mehr als einmal zur Seite springen muss um keinen Rollenabdruck auf dem Fuß zu erwischen. Oder selbst einen der vielen Rentner umzufahren, die sich das ganze Jahr über verschworen haben, am 31. Dezember den Leuten den Einkauf mit ihrer massiven Anwesenheit zu versüßen…

Und gleichzeitig steht überall dort wo man selbst gern vorwärts kommen will, mindestens ein Wagen und Kinderwagen direkt im Gang neben den palettenweise abgestellten Sonderplatzierungen irgendwelcher Werbeware. Von den Besitzern natürlich weit und breit keine Spur.

Nur ein greinendes Kind schreit einen aus dem Wagen an und wehrt sich mit Leibeskräften und sehr lautstark dagegen, seitlich in die Backzutatenabteilung geschoben zu werden.

Schafft man es dann doch, die Hindernisse endlich aus dem Weg zu rollen, erscheint promt die nur etwas tiefer, aber genauso laut krakeelende Mutter. Sie wirft einem ohne Verständnis für die Nöte anderer Verkaufsteilnehmer sofort unwiederholbare Wortgruppen an den Kopf und schreit Zeter und Mordio.

Mal ehrlich: meinen die Leute ernsthaft es muss ein Jahr so ausklingen?

Ich hätte meiner Frau noch gern ein paar hübsche Ohrringe, etwas Parfüm oder einen schicken Papphut für die Party mitgebracht. Aber dazu muss man wohl an einem anderen Tag gehen…

Die Warenflut zu Weihnachten nahm wieder infernalische Ausmaße an. Wer da denkt, Deutschland sei auf dem absteigenden Ast und das würde sich auch in den Geschenken bemerkbar machen, der wurde aber ganz schön eines Besseren belehrt. Wie alle Jahre waren die Leute unterwegs und haben auch den letzten Ramsch gekauft.

Am 24. 12. vormittags in einem innerstädtischen Einkaufszentrum zu stehen und die Zeit zu haben Leuten beim Stress-Shopping zuzusehen, ist wahrlich eine Entwöhnung des weihnachtlichen „Ruhe-und-Frieden“ Gedanken.

Wie in jedem Jahr haben Abends unterm Baum viele Tapfere wieder gute Mine zu bösem Geschenk gemacht und sind nun dabei das ganze Zeug wieder los zu werden. Noch schöner ist´s also nach Weihnachten in den Läden, wenn die Umtauschschlacht so richtig tobt. Egal, Hauptsache Konsum!

Eigentlich ratzt der piekige Geselle um diese Jahreszeit schon gehörig unterm Laubdach und träumt vom nächsten Sommer. Alle paar Tage wacht er dann auf, geht kurz auf´s Klo, trinkt einen Schluck und haut sich furzend wieder auf das Stachelohr. Kann man alles mithören oder nachlesen.

Soweit jedenfalls die Theorie.

Bei uns ist es in diesem Jahr ganz anders. Unsere stachelige Flohkiste im Garten rennt noch immer Nacht für Nacht durch die Gegend und kackt mit Vorliebe auf unsere Terrasse.

Entweder wurde unserem Borstel auch so ein iPhone angedreht und nun kann er folglich keine Kalender mehr synchronisieren. Kenn ich!

Oder er hat möglicherweise noch nicht genug Speck angefressen, weil in diesem verregneten Sommer einfach nicht genug zu finden war.

Kenn ich nicht- dann hab ich nach Ansicht meiner Wampe seins also auch gefuttert! Wie gemein!

Zeit also, die Sache zu beenden und ihm ein wenig zu helfen. Gestern bin ich mal Abends mit einem Schälchen Katzenfutter rausgegangen. Das ist am besten für Igel und ich hab es ihm darum auf die Terrasse gestellt.

Morgens war es weggeputzt und unser Hund hat die Spur bis zum Bretterstapel hinter der  Garage verfolgt: Da wohnt man also über´n Winter.

Na gut zu wissen, dann kommt er gut durch die kalte Jahreszeit und sieht hin und wieder mal etwas Frisches von uns.

Also schlaf gut, alter Freund, wir brauchen Dich bald wieder als Jäger der gemeinen Gartenschnecke.

Die ersten fetten Stürme fegen in diesem Jahr über Deutschland. Nach dem wochenlangen, wunderschönen Herbst ist nun plötzlich doch alles anders und die nicht ernsthaft festgebundenen Teile fliegen in unserer Nachbarschaft wieder durch die Luft.

Toll, wenn man die Utensilien irgendwelcher Nachbarn plötzlich auf dem Kopf hat. Von der auf dem Balkon vergessenen Wäsche bis zum trockenen Scheuerlappen. Ist alles schon passiert.

Ein Glück, dass ich mir in diesem Jahr ein paar Gewebeplanen mehr besorgt habe. So konnte ich mein Holz für den bau des Carpor im nächsten Jahr doch etwas abdecken und gegen den Regen schützen.

Meine Eltern hatten sich damals von einem Baumarkt in einem Sonderangebot Holz für einen Carport zusenden lassen. War echt günstig, meinten sie.

Dann hat sich aber herausgestellt, dass die Hölzer nass waren, wie ein Schwamm, weshalb deren Carport jetzt weder gut aussieht, noch besonders stabil ist.

Das muss mir nicht wirklich passieren. Also alles hübsch abgedeckt und dann verzurrt, schon kann der Wind kommen.

Im nächsten Jahr stellen wir das Ding dann auf und  dann wollen wir doch mal sehen, wie gut es dann aussieht.

Das ihrer dann immer noch hübscher ist, meinen sie doch dann nicht ernst- oder?

Es ist schon eine vertrackte Sache, wenn sich die Damen und Herren Politiker nicht auf gemeinsame Interessen zum Erhalt einer lebenswürdigen Erde einigen könne. Na was soll´s nehmen wir halt eine andere. da soll ja jetzt so ein Planet gefunden worden sein, dem man angenehme 24°C auf seiner Oberfläche zugewiesen hat.

Ist nur ungünstig zu erreichen. Keine Öffentlichen und so. Und lange Reisezeiten. Wer weiß was da wieder alles passiert. Kennen wir ja vom Sommer, als ion der Bundesbahn die Klimaanlagen ausgefallen waren und die Leute reihenweise ni Ohnmacht kippten. Im Sommer ging es noch mal gut- für die meisten.

Aber bei der Reise zur neuen Erde macht sich ein Halt auf freier Strecke nicht so gut.

Vielleicht bleiben die Herrschaften doch noch in Durban und sehen mal nach, ob sie vielleicht nicht doch noch was auf die Reihe kriegen.