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Haben sie es nicht wieder hübsch gemacht?

Katie Mittelstand schickt sich an, das blaue Blut im insulanischen Teil des alten Euroa weiter zu verbessern. Recht so und wohlgetan. Gebrauchen können die so manche Kur.

Willi hat sich redlich Mühe gegeben, seine Omi abends früh ins Bett vergrämt und ein paar Leute die sich selbst für wichtig halten waren auch da und wollen alles gesehen haben.

Der Pöbel blieb wie üblich außen vor, bekam außer TV-Bildern nicht viel zu sehen und außerdem noch den Dreck von den Flugzeugen in die Gusche. Aber Pöbel gab es offensichtlich doch genug. Millionen sollen auf den Strassen gewesen sein.

So pleite kann das alte Land nun doch nicht sein, dass es nicht noch ein paar Dutzend Milliönchen hat, die es sich an solchem Tage zu verpulvern lohnt. Alles in allem ein guter Deal, allein die Steuereinnahmen dürften den ganzen Schnodder bezahlt machen. Wer schon mal mit dem Wagen durch den Tunnel geschaukelt wurde, kann sich noch heute an die Unverschämtheit der Gebührenhöhe erinnern. Von den Parkgebühren und Übernachtungskosten in London mal ganz abgesehen.

Wer gibt sich sowas? Wer hat so wenig zu tun und so wenig Sorgen, dass er sich deswegen auf die Socken macht? Kann einer diese Welt verstehen? Solange solche Spiele für´s Volk ausreichen, kann denen dort oben gar nichts passieren.

Wer soll das noch aushalten? Die neue Internetgemeinde der Doktorbetrügerfinder geht auf die Jagd und natürlich ist Hänschen Unbekannt nicht die erste Zielscheibe. Man sucht sich für die Wand der Trophäen zuerst ein paar ganz kapitale Hirsche. Am besten welche, die “bekannt aus Film und Fernsehen” sind.

Was fällt einem dazu ein? Abscheu, Neigung zur Schadenfreude?

Warten wir´s ab, das Ende der Akademikerjagd ist nicht absehbar. Absehbar ist allerdings die Tatsache, dass sich kommende Doktorgenerationen wieder mehr dem Studium der Wissenschaft, als dem des Internet zuwenden. Und das ist doch ein großartiger Erfolg.

So sollten denn alle Doktoranden künftig ihre Ergebnisse in einer Plagiatssuchmaschine testen lassen. Schließlich sind fast alle Sätze schon irgend wann einmal gesagt, geschrieben und veröffentlicht worden….

Klar haben wir auch immer daran geglaubt:

Griechen sind gaanz ehrliche Sparer. Fast so wie Schwaben. Ihre Regierungen gaben stets nur korrekt ihre Wirtschaftsdaten nach Brüssel. Nach bestem Wissen und Gewissen.

So wußten wir jahrelang, dass es uns künftig allen gut gehen wird. Eine griechische Regierung nach der anderen überbot sich in Korrektheit und Offenheit gegenüber den europäischen Partnern. Und als alles den Bach herunterging und das Kind längst im Brunen war, da hörten wir die noch immer marktschreierischen Worte von der unbändigen Stärke und Selbständigkeit der griechischen Wirtschaft…

So wie dann später von Irland, von Portugal und nun auch von Spanien. Und mit jedem Land, das die Geldheuschrecken leergefressen hatten wuchs der “Rettungsfond”, den Deutschland vor allem aufbringen muss.

Manche fragen sich wo das ganze Geld herkommen soll?

Ganz einfach: Europa steckt sich selbst das Geld zu! Schon die europäische Nationalpolitik ist oft vergnügungssteuerpflichtig. Da wird so viel Spaß fabriziert, dass der Rubel rollen muss.

An diesem Wochenende stimmen die Katalanen Barcelonas in einem nicht bindenden Memorandum über eine künftige Selbständigkeit ab. Also über eine Abspaltung vom wirtschaftlich lässlichen Restland. Macht aber nichts. Wenn es in Rest- Spanien regnet, schickt die EU ja einen Schirm…

Sollten wir alle nicht einmal darüber nachdenken, wie die so sehr begehrte Hilfe in Afghanistan weiter gegeben wird, wenn im Gegenzug die Mittelalterreligiösen töten?

Es ist unglaublich, wie in manchen Medien die Opfer dieser Bluttat zu Tätern umgedeutet werden. So als ob ein halbirrer, erfolgloser Prediger in den USA für die gesamte, westliche Welt spräche.