Manchmal gibt es ja Dinge, die wagt man als “Durchschnittsbürger” kaum zu glauben.

Der Nobelkarossenschmied hat sich von einem hohen Manager getrennt. Normal fällt geschassten Managern dann eine sehr, sehr hohe Summe zu. Ich denke, bei Mercedes Benz dürfte es ähnlich sein.

Nur eben nicht in diesem Fall. Da hat sich der Manager nicht im Ernst Lieb Kind gemacht. Irgend was muss da wohl vorgefallen sein. So sehr vorgefallen, dass man sogar -wie übel!!- in den Buchhaltungsannalen nachgeblättert hat, um etwas zu finden.

Und man wurde fündig. So fündig, dass es (wie sonst nur bei einfachen Arbeitnehmern) tatsächlich für eine fristlose Entlassung gereicht hat.

Der feine Herr Manager hat sich zur Ehre seines Berufsstandes und auf Kosten der Firma ein paar nette kleine Annehmlichkeiten in seine Wohnung schaffen lassen, wie z. B. eine waschmaschine, ein ganzes Fitness-Studio und auch andere, meist teure Dinge.

Natürlich hat er die Sachen nicht, wie natürlich bei den Produktionspopanzen üblich, auf seinem (ohnehin recht üppigen) Lohnzettel als geldwerten Vorteil versteuern lassen. Nein, das alles ging selbstverständlich als Betriebsausgabe auf Kosten der Firma…

Nun fiel das -solange alles gut lief in der Zusammenarbeit- niemandem auf. Vielleicht erst, als man den Mann dann loswerden wollte…

Interessant ist vor allem, dass der Manager trotz der unbestrittenen Bereicherung vor Gericht ging um seine fristlose Entlassung prüfen zu lassen. Was eine Frechheit.

Wie schräg muss man da drauf sein?

Müßte mal einem Arbeitnehmer passieren, aber das wäre ja dann kein hochbezahlter Manager.

Meint der das ernst?

Also ich fand das ganz und gar nicht schlimm. Eher heilsam. Hoffentlich

Da spielen die eine Stunde lang wie die Götter, viele denken schon an das Endspiel in Brasilien.

Die Spieler sind scheinbar die Sonne auf Erden und steigen in der Wertschätzung immer höher.

Dann fängt der Wagen urplötzlich Feuer und stürzt letztlich fast ab.

Das gabs doch schon mal. Wo hab ich sowas schon mal gelesen?

Bei den Göttern, das muss lange her sein.

Aber so alt sind die Klassiker nun doch nicht, als dass sowas heute nicht mehr passieren kann.

Vielleicht sind es darum eben die Klassiker?

Wenn man sich die inzwischen rasant gestiegenen Preise in den Läden anschaut, kommt man unwillkürlich zu der Meinung, dass man

a) verscheidene Dinge eigentlich gar nicht benötigt und

b) andere wiederum ganz gut selbst produzieren könnte.

Das hat bei b) zumindest den Vorteil, dass nicht jede Menge “E`s” sowie Herbizide, Biozide und was weiß ich denn noch, darin rumschwimmen. Dinge, von denen ich zumindest schnell Pickel und meine Kinder Juckreiz bekommen.

Also gesagt, getan: im letzten Jahr fing ich an, die Unmengen Brombeeren zu sammeln und kochte leckere Konfitüren.

Ganz nach Geschmack mit Ingwer, Zimt und gelegentlich einem Schluck Alkohol für die Brotaufstriche der Erwachsenen.

Bei den Variationen der Kids hatte ich zuvor alle Kerne und größeren Fruchtstücke gesiebt und so ein ganz gescmeidiges, kleberiges Früchtchen ins Glas gekleckert. Ging so.

Wurde sogar nach kurzer Zeit als “Lieblingsmarmelade” tituliert. Was will man da noch mehr?

In diesem Jahr sind es Äpfel, die es bei uns in Schwemme gibt.

Na bitte, kommen eben die ins Glas. Als Gelee, vorzugsweise.

Eigenes Obst schmeckt auch im Winter noch immer am Besten!

Nun ist es wieder soweit, die dunkle und nasse Jahreszeit steht an.

Bei uns ist die alte Kastanie wieder langsam leerer. Die Miniermotten setzen den armen Bäumen kräftig zu, so dass man Mühe hat, sie am Leben zu erhalten. Die chinesischen Viecher fressen einfach das Leben aus den Blättern.

Jedes jahr müssen wir also ran, um das gute Stück etwas zu schützen.

Das gesamte Laub muss weg und vernichtet werden. Die Larven der Miniermotte sind selbst durch Untergraben nicht abzutöten. Da hilft nur die BSR mit den großen Wagen, die das Laub dann in den Heizwerken zu wohliger Wärme verarbeiten und der Motte so richtig einheizen, wie sie es verdient.

Zuerst muss man aber mal in den Baumarkt und das richtige Werkzeug holen. Inzwischen haben wir schon fast alles, was man braucht: den großen Laubsauger, die Kratzer und Aufnehmer- sogar zwei große Schubkarren kommen zum Einsatz. Bald werden wir dafür einen Schuppen bauen.

Am Samstag geht es los: wir meinen es ernst, alle fassen mit an und wir bringen das Laub zur Sammelstelle. Mit zwei solchen Einsätzen kommen wir durch´s Jahr.

Und nach anfänglichen Rückschlägen merken wir heute nach vier Jahren, dass es sich lohnt. Die Kastanien halten länger das Laub und die Miniermotte vermehrt sich nicht mehr so wie früher.

Also auch im nächsten Jahr alles grün!

Heute fand zur Grünen Woche in Berlin die unvermeidliche Demo statt.

Unvermeidlich vor allem deswegen, weil es längst Zeit wird, den industriellen Zuständen in der Lebensmittelbranche einige Schranken  zu weisen und Schienen für den Richtungswechsel an zu legen.

Rund 23.000 Menschen waren dort und haben eine Umkehr des momentanen Lebensmittel- Irrweges gefordert. Schade, dass es nicht noch mehr waren- doch auch toll, dass bei 4°C und ziemlich unangenehmem Schneeregen so viele Leute ausharrten.

Seit einiger Zeit bemühen wir uns in der Familie schon ganz intensiv, nicht so viel Fleisch zu essen und insgesamt mehr auf gesundes Essen zu achten.

Nicht nur, dass es die Pfunde etwas purzeln läßt, man fühlt sich ohne dauernden Wurstzwang auch deutlich wohler.

Ach ja und nochh was: man spart eine Menge Geld.

Also weiter so und ich hoffe, dass noch ein paar Leute mehr auf den Trichter kommen.

Natürlich haben die Menschen mein ganzes Mitgefühl.

Sie dachten, sie seien in einem Urlaub und könnten sich erholen.

Und dann passiert sowas.

Einfach so, vielleicht aus einer nicht überall unbekannten italienischer Laxheit heraus.

Und nun:    Trauer, soweit das Auge reicht, um die vermissten und getöteten Menschen.

Aber auch die Reederei hatte sich das sicher ganz anders vorgestellt.

Nachdem auch Amerikaner zu Schaden kamen und die Reederei also eine Niederlassung in den USA haben dürfte, ist sie nicht zu beneiden.

Im Allgemeinen machen amerikanische Anwälte innerhalb von drei Jahren aus dem stolzen Unternehmen eine COSTA CONCURSA.

Aber die Krönung der christlichen Seefahrt ist wohl der fesche Signore “Die Insel hat gar nicht auf den Karten gestanden” von der Brücke.

Wie günstig, dass der Comandante Francesco trockenen Fußes auf´s Festland kam und von dort in Ruhe beobachten konnte, wie alles ablief.

Gestört haben werden ihn höchstens ein paar aufgeregte Hafenangestellte, die ihm schrill in den Ohren lagen, sofort auf das Schiff zurück zu gehen. Die hörten auch nicht auf ,ihm zu dauernd zu sagen er sei der Kapitän. Als ob er deswegen auf den alten Seelenverkäufer müßte…

Er ist die fleischgewordene Schande der Seefahrt!

Ein so grober Verstoß gegen das internationale Seerecht, wie es ihn seit Menschengedenken nicht gegeben hat.

Ehrenrührig ist wohl das freundlichste Prädikat dieser Tage. Ein Kapitän, der seine Passagiere im Stich läßt. Diese Bilder wird er nie wieder los, ab heute keine einzige Nacht mehr.

Er soll der ehrbaren, alten Seefahrerfamilie Cafiero entstammen. Nun,das kann man kaum glauben.

Er wird genug Zeit und Gelegenheit haben, um Vergebung zu bitten.

Na klar sind wir dabei. Als meine Frau damals sagte hatte, dass wir einen billigen Gasversorger suchen, durfte ich mich sofort daran machen. Fand ich also Teldafax und ich denke diese Betrügergang hat sich das ganz hübsch ausgedacht.

Hoffentlich gelingt es, den Aasgeiern aus Vorstand und Aufsichtsrat etwas nachzuweisen und sie in den Knast zu stecken. Die Volksseele ist sich sicher, dass es damit keinen Falschen trifft.

Das haben wir aber nun auch davon!

Es wabert ja zur Zeit durch die Presse, dass mehrere Hunderttausend Kunden nun noch einmal abgezockt werden.

Natürlich völlig legal, wie der Insolvenzverwalter versichert. Schließlich könne er ja wirklich nichts dafür, dass die eine Firma Teldafax einen Vertrag mit den Menschen macht und auch liefert und aber eine andere Firma Teldafax das Geld einzieht.

Dass die nichts miteinander zu tun haben versteht sich hinterher von selbst…

Nun hat man als Kunde bei der einen Pleitefirma ein Guthaben, das nichts wert ist und von der anderen Pleitefirma flattert eine fette  Zahlungsaufforderung ins Haus. Locker mal schnell fast zweitausend Euro.

Aber wartet Leute, die Latte häng´ ich hoch! Da müsst ihr aber tief in die Archive steigen um all das Zeug rauszusuchen, das ich von Euch verlange:

- erst mal grundsätzlich den originalen Vertrag, denn ich bestreite, überhaupt einen gehabt zu haben

-         dann weist mir mal eine ordentliche Schlussabrechnung zu

-         danach weist mir den ordnungsgemäßen Forderungsübergang von einer Teldafax- Firma zur anderen nach und dass Ihr mich davon in Kenntnis gesetzt habt

-         dann müsst ihr mich auch noch hübsch ordentlich verklagen und den ganzen Packen einem Richter erklären; wenn ihr das macht und obsiegt, dann habt ihr vielleicht Anspruch auf die Kohle

-         das heißt aber noch immer nicht, dass ihr sie bekommt

Irgendwas fällt mir bestimmt noch ein!

Die Kölschen Wurstkempen vom LKA lösten auch schon andere Fälle, zu denen sie gerufen wurden.

Wer, bitteschön, teilt denen denn solche Drehbücher zu?

Wer in einem Alter diesseits der 100 Jahre fällt solche Entscheidungen?

Ganz, ganz traurig, dass so was auf Steuerzahlerkosten gedreht und in der Reihe TATORT gezeigt wird. Sonntags Abend, vor einem erwartungsvollen Millionenpublikum. Grenzt fast an Körperverletzung.

Haben denn die Leute vom WDR keine anständigen Drehbuchautoren mehr?

So was dröges, vorhersehbares und schlecht inszeniertes könnten höchstens nur Volks-TV-verbrämte  Berufskritiker mit der Entlohnung der ARD halbwegs erträglich finden.

Dann macht doch lieber Klamauk daraus, als so ein erbärmliches Werk abzuliefern!

Lieber WDR, könnt ihr nicht noch mal eine Folge vom alten Derrik wiederholen, da war es so ähnlich schmalzig und geradlinig. Die Widerwärtigkeit des erhobenen Zeigefingers für den Sonntagabend- Durchschnittsmichel ist fast nicht auszuhalten.

Ich muss ernsthaft fragen, ob ihr es ernst meint. Tut das bitte auch!

Heute ist Daniel Craig in Berlin.

Life- und wie gut unterrichtete Quellen verlauten lassen- überhaupt nicht zum Anfassen.

Warum sollte er auch.

Der Mann tut einem schon etwas leid. Früher, als er noch kein James Bond war, kannte ihn hier kein Mensch.

Schon eher seine Frau.

Aber heute reißt mich meine Frau vom Sofa und rennt los, denn Daniel Craig ist in Berlin.

Die Meinungen und Geschmäcker gehen ja auseinander, was ihn als Darsteller des James Bond 007 betrifft.

Aber ich bin ganz fest der Meinung: niemand -außer der geadelte Sir Sean Connery- wirkt auch nur halb so echt. Und der alte Schotte hat schließlich den “Bondadel” erfunden.

Aber Daniel Craig ist wohl der Glaubwürdigste von Allen. Selbst das Fehlen der Attitüden nimmt man ihm ab, denn er lässt es erleben.

Er ist wohl der coolste und ehrlichste hart arbeitende Spion, der jemals für Ian Flemming arbeitete.

Und das ist wohl schon mal einen wilden Ausritt in Berlin wert!

Jetzt twittern sie er sitzt im Borchards, das muss ja wohl nicht sein- lasst ihn in Ruhe essen!

Ihn selbst dabei zu stören- meinen die das ernst?

(was sagt wohl die Kanzlerine, wenn sie ihn in der Promikantine zum Abendbrot trifft?)

Freunde der Höhlenmalerei!

Bei uns ist es wieder mal soweit und wir wollen unsere Hütte renovieren.

So langsam nagt sich der Zahn der Zeit in die Tapeten und stückchenweise bröseln die Späne von der Raufaser. Höchste Zeit also, wieder mal etwas für das Auge zu tun.

Erst mal flugs in den Farbberatungsteil des Baumarkts und dort kräftig Informationen absaugen.

Welche Farbtöne passen zusammen und worauf sollte man verzichten. Gibt es noch mehr als Farbe –und wenn nein, welche nehmen?

Man hat die Qual der Wahl unter hunderten Dekoteile, Putz für innen, Felssteine zum Ankleben.

Alles ist ja heutzutage möglich. Das meiste kann man sogar selbst realisieren. Und wenn nicht findet sich ein Forum oder ein Versteigerungsportal, wo man die Handwerksarbeiten anbieten kann.

Aber wir wollen es selbst auf die Beine stellen.

Ist erstens schließlich nicht so schwer und man kann dabei zweitens eine Menge Geld sparen, das man wiederum viel besser anlegen kann.

Zum Beispiel in einen hübschen Urlaub.

Wie sagte Wilhelm Busch:

“Wie schön ist´s doch im Reisekittel,

vorausgesetzt, man hat die Mittel”!

Mal sehen wohin die Reise denn geht, wenn mal ein Groschen mehr da ist.

Oder auch in Werkzeug kann man jede Menge investieren, das braucht man immer mal – und das kann ja auch mal etwas besser sein. Vielleicht hält es dann länger.

Genau das haben wir so gemacht. Ich brauchte ohnehin wieder etwas Neues.

Darum sind wir gleich in der Werkzeugabteilung hängen geblieben. Eine Bohrmaschine mit Rühraufsatz wollte ich sowieso holen und ein Tapeziertisch war gleich im Angebot- so kam der auch mit. Viel mehr hab ich dann nicht geholt, denn es waren Hunderte Geräte in den Regalen, die kaum ein Mensch braucht. Und da frag ich mich schon, ob die das ernst meinen.

Aber egal, man muss ja nicht alles kaufen, was man sieht.

Am Wochenende geht´s dann los. Drückt die Daumen!